29. November 2023

ADEV übernimmt Wärmeverbund in Hölstein

Im zweiten Anlauf hat es geklappt: Hölstein entschied Ende November, seinen Wärmeverbund an die ADEV zu verkaufen. Am Verbund der Baselbieter Gemeinde sind rund 50 Privathaushalte sowie öffentliche Gebäude und Anlagen angeschlossen.

An der Gemeindeversammlung vom 27. November 2023 sagten die Stimmberechtigten der Gemeinde Hölstein BL mit grosser Mehrheit Ja zum zum Verkauf ihres Wärmeverbunds an die ADEV. Der Übernahmepreis beträgt 365’000 Franken. Zudem entrichtet die Energiegenossenschaft fortan einen jährlichen Mietzins von 8000 Franken, um die Betriebsräume im Schulhaus Rübmatt zu benutzen.

«Es freut mich sehr, diesen ökologisch vorbildlichen Wärmeverbund zu übernehmen, sagt Thomas Tribelhorn, CEO der ADEV. «Dank unserer Erfahrung werden wir ihn weiterhin zuverlässig betreiben und wenn möglich ausbauen.»

Noch im März dieses Jahres hatten die Hölsteiner den Verkauf ihres Wärmeverbunds an die Energiegenossenschaft mit einer einzigen Stimme Unterschied abgelehnt. Aufgrund des hauchdünnen Entscheids führte die Gemeinde die Verhandlungen weiter und brachte das überarbeitete Geschäft nun ein zweites Mal vor die Gemeindeversammlung.

Am Hölsteiner Wärmeverbund sind rund 50 Privathaushalte sowie öffentliche Gebäude und Anlagen angeschlossen. Die ADEV übernimmt nicht nur die technischen Installationen, sondern auch die Verträge mit den bisherigen Energiebezügern und garantiert die aktuellen Konditionen für die Wärmelieferungen bis mindestens Ende 2026.

Die Holzschnitzel zum Betrieb der Feuerung wird die ADEV weiterhin bei der Bürgergemeinde Hölstein beziehen. Zudem können sich die neuen Kundinnen und Kunden an einer Begleitgruppe beteiligen. Damit können sie sich während der Übernahmephase sowie bei der Prüfung eines etwaigen Ausbaus des Wärmeverbunds einbringen.

Wärmeverbunde spielen eine wichtige Rolle für die Energiewende. Mit dem Hölsteiner Verbund ist die ADEV nun schweizweit an 25 Wärmeverbünden beteiligt. Die Energiegenossenschaft mit Sitz in Liestal versorgt insgesamt 1100 Bezügerinnen und Bezüger.