02. September 2026

Werkhalle mit hoher Solarstromproduktion

Die GGS AG in Gelterkinden hat beim Neubau ihrer Werkhalle Dach und Fassade konsequent mit Solarmodulen bestückt. Ein Teil der Anlage gehört der ADEV und soll künftig Teil einer lokalen Elektrizitätsgemeinschaft werden.

Die GGS AG in Gelterkinden ist nicht nur eine Zimmerei und Spenglerei, sondern baut auch Solaranlagen. Beim Neubau ihrer imposanten Werkhalle legte die Firma grossen Wert auf eine möglichst hohe Solarstromproduktion. Auf dem Sheddach installierte sie eine grosse Anlage für den Eigenverbrauch. Gleichzeitig entstand am selben Gebäude ein weiteres Projekt: Die ADEV finanzierte die Solarfassade sowie die Flachdach-Anlage, welche GGS im Auftrag der ADEV selbst baut.

Für die ADEV betreut Projektleiter Damian Kehr das Vorhaben. Er stand dem GGS-Team beratend zur Seite und begleitete die Planung eng. «Die Fassade ist als integrierte Lösung ausgeführt. Die Solarmodule bilden dabei die wasserführende Schicht», erklärt Kehr. Dank des Einsatzes von Standardmodulen liess sich eine wirtschaftlich tragfähige Lösung umsetzen.

Zusätzlich belegte die ADEV das Vordach der Einfahrt mit Modulen. Die Position der Oblichter wurde frühzeitig optimal festgelegt. Auf dem begrünten Dach kommt eine leichte Aluminiumunterkonstruktion zum Einsatz, die Wartung und Mäharbeiten erleichtert.

Die Solaranlagen auf dem Vordach der Einfahrt und an der Fassade gehören der ADEV.

Verbund mit dem Hallenbad

Die Leistung der neuen ADEV-Anlage beträgt 73,6 Kilowatt an der Fassade und 63,5 Kilowatt auf dem Dach – insgesamt also rund 137 Kilowatt. Die ADEV installierte eigene Wechselrichter. Seit Ende März ist die Anlage in Betrieb und speist den erzeugten Strom derzeit vollständig ins Netz ein.

Mittelfristig soll sich das ändern. Wenn möglich, soll die Anlage Teil einer lokalen Elektrizitätsgemeinschaft (LEG) mit dem Hallenbad der Gemeinde werden. Dieses bezieht trotz der beiden bestehenden ADEV-Solaranlagen auf dem Hallenbad (ost-west-ausgerichtet) und der Tennishalle (südausgerichtet) weiterhin viel Strom aus dem Netz. «Die Fassadenanlage der GGS deckt andere Produktionszeiten ab – insbesondere am Morgen und am Abend. Zudem produziert sie überdurchschnittlich viel Winterstrom, genau dann also, wenn im Hallenbad Hochbetrieb herrscht», sagt Damian Kehr. Er geht deshalb davon aus, dass sich der Eigenverbrauch in einem solchen Verbund deutlich steigern liesse.

Die Tennishalle und das Hallenbad Gelterkinden sind im Hintergrund zu sehen.