13. September 2023

Halbjahreszahlen: Wärmeproduktion legt deutlich zu

In der Halbjahresproduktion der ADEV fällt vor allem der markant höhere Wärmeabsatz auf. Der Strommix aus verschiedenen Energieträgern bewährte sich wiederum und führte zu ähnlichen Zahlen wie im Vorjahr.

Der Verkauf von Ökowärme stieg im ersten Halbjahr 2023 deutlich an, und zwar von 11’171 auf 15’340 Megawattstunden. Der Grund dafür waren die im letzten Jahr erweiterten Wärmeverbünde. Namentlich der seit Juli 2022 erstmals belieferte Wärmeverbund Lehenmatt-Birs, dessen Anschlussleistung der ADEV entsprechend ihrem Anteil an der Betriebs-AG zur Hälfte angerechnet wird, sowie der Wärmeverbund Margelacker, der nahezu doppelt so viel Wärme auslieferte.

Die Stromproduktion aus unseren Photovoltaikanlagen ging um rund 9 Prozent zurück. Dies lag hauptsächlich an der rekord-sonnenverwöhnten Vorjahresperiode, die sich 2023 nicht wiederholte. Dazu kamen ein paar kleinere Wechselrichter-Defekte und Garantieleistungen bei Modulen, welche aber die Produktion nicht massgeblich schmälerten. Insgesamt lasen wir Ende Juni knapp 6200 Megawattstunden von den Zählern ab.

Das zweite Jahr in Folge verzeichneten unsere Wasserkraftwerke eine höhere Produktion als im Vorjahr. Unser neues Kleinwasserkraftwerk Moosbrunnen 3, das im Vorjahr noch teilweise im Bau war, steuerte 890 Megawattstunden dazu bei. Aber auch die anderen Kraftwerke liefen stabil und zuverlässig. Der einzige Unterbruch betraf das Kraftwerk Juramill, das wegen der angefangenen Sanierung zur Fischgängigkeit seit Mitte März vom Netz genommen wurde. Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) entschädigt den Ertragsausfall.

Zuverlässig wie eh und je laufen die beiden Windkraftwerke in St. Brais. Mit rund 4000 Megawattstunden produzierten sie im ersten Halbjahr 2023 nahezu gleichviel Strom wie im Vorjahr. Damit haben sie bereits 60 Prozent der erwarteten Jahresmenge produziert.