27.05.2011
Rekordjahr bei der dezentralen Stromproduktion
ADEV steigert in ihrem 25. Betriebsjahr die Stromproduktion auf 23 Millionen Kilowattstunden.
Die Liestaler ADEV Gruppe hat in ihrem letzten Geschäftsjahr ein Rekordergebnis bei der dezentralen Stromproduktion erreicht und die erzeugte Energiemenge um 24% gesteigert. Von den 23 Millionen Kilowattstunden stammt der grösste Teil aus Kleinwasserkraftwerken und Windkraftwerken. Die solare Stromproduktion trägt rund 9% zum ADEV-Produktionsmix teil. Anlässlich der gestrigen Generalversammlung in Liestal können alle ADEV-Gesellschaften einen Gewinn ausweisen und eine Dividende ausschütten. Die ADEV Energiegenossenschaft verzinst den GenossenschafterInnen den Anteilschein zu 2,5%.
Die ADEV-Gruppe produziert seit 25 Jahren in dezentralen Energieanlagen sauberen und umweltverträglichen Strom. In ihrem Jubiläumsjahr hat die Produktion in allen Sparten zugenommen. Die erzeugte Menge von 23.5 Millionen Kilowattstunden reicht für die Stromversorgung von 6000 Haushalten. Der Produktionsmix setzt sich wie folgt zusammen: 41% aus Kleinwasserkraftwerken, 39% aus Windkraftwerken, 9% aus Photovoltaikanalgen und 11% aus Wärme-Kraft-Kopplungsanlagen. Seit letztem Jahr produziert die ADEV ihre Energie als trinational tätige Unternehmensgruppe in der Schweiz, Deutschland und in Frankreich.
Der konsolidierte Umsatz erreichte im Berichtsjahr 7,5 Mio. Franken, der konsolidierte Reingewinn beträgt 461‘000 Franken. Das Anteilscheinkapital der Genossenschaft wird mit 2.5% verzinst, die ADEV-Tochtergesellschaften zahlen alle eine Dividende zwischen 1.5 und 2%. Geschäftsleiter Andreas Appenzeller wies anlässlich der Generalversammlung vor über 160 ADEV-Gesellschafterinnen und Gesellschaftern in Liestal darauf hin, dass das Ergebnis noch durch die Währungsdifferenzen zum Euro belastet wurde. Die ADEV-Gruppe sei aber sehr gut aufgestellt und sie werde in den kommenden Jahren ihr Wachstum mit dem Konzept der Bürgerbeteiligung fortführen können. Verwaltungsratspräsident Eric Nussbaumer erinnerte daran, dass sich die Potentiale der erneuerbaren Energien nun endlich erschliessen lassen, weil sich die politischen und ökonomischen Rahmenbedingungen für die Nutzung dieser Produktionsmöglichkeiten verbessert haben „Für den Umbau auf 100% erneuerbare Stromversorgung sind nach dem Fukushima-Unfall weitere Schritte nötig – der Atomausstieg ist möglich und ein Rückfall in fossile Abhängigkeiten kann vermieden werden.“
Die ADEV-Gruppe
Das Stammhaus der ADEV-Gruppe ist die ADEV Energiegenossenschaft mit Sitz in Liestal. Sie bezweckt seit 1985 den Bau und den Betrieb von dezentralen, umweltfreundlichen Energieanlagen und sie bietet konkrete Beteiligungsmöglichkeiten in den als Aktiengesellschaften ausgestalteten ADEV-Tochtergesellschaften an. Zur ADEV-Gruppe gehören heute die drei publikumsgeöffneten und rechtlich autonomen Tochtergesellschaften ADEV Wasserkraftwerk AG, ADEV Solarstrom AG und ADEV Windkraft AG, welche in Kleinwasserkraftwerke, in Solarstromanlagen und in Windkraftwerke investieren. Die ADEV Energiegenossenschaft ist in jeder Gesellschaft eine bedeutende Aktionärin, hat eine strategische Führungsfunktion und übernimmt die Managementaufgaben. ADEV steht als Abkürzung für „Arbeitsgemeinschaft für dezentrale Energieversorgung“, eine Namensgebung aus der Gründerzeit. Die ADEV-Gruppe erreichte letztes Jahr einen Umsatz von 7.5 Mio. Franken und beschäftigt 10 MitarbeiterInnen in 8 Vollzeitstellen und 17 MitarbeiterInnen im Nebenamt.