Geschichte

Geschichte

2012

Die ADEV Gruppe enwickelte sich 2012 in allen Bereichen erfreulich und verzeichnete eine Zunahme der erneuerbaren Stromproduktion gegenüber dem Vorjahr um über 20%. Im Solarbereich wurde sogar eine Steigerung vom 27% erzielt.
Der Bau der mit 2.9 MW grössten dachintegrierten Solarstromanlage der Schweiz bedeutet ein Meilenstein in der ADEV-Geschichte. Die knapp 12'000 Module wurden in nur drei Monaten auf dem Dach einer Industriehalle der Ferrowohlen AG im aargauischen Wohlen verbaut. Gesamthaft wurden 2012 3.6 MW Leistung neu zugebaut, was nahezu einer Verdopplung der installierten Solarstromleistung entspricht.
Im elsässischen Münster ging das 400 kW Wasserkraftwerk Hammer, das zweite Kraftwerk an diesem Standort, in Betrieb. Der Neubau des Kraftwerks Emmenau 2, das seit Mitte Oktober 2012 wieder Strom produziert, konnte erfolgreich abgeschlossen werden. Die Leistung wurde um 60% auf 130 kW erhöht.
Im Februar 2012 wurde die Komplettsanierung des Wärmeverbunds Stettbrunnen mit dem Einbau des neuen Blockheizkraftwerks abgeschlossen. Aufgrund des deutlich höheren Wärmebedarfs wurde ein neues 150 kW-BHKW elektrisch eingebaut. Die Anlage deckt 80% des Wärmebedarfs und produziert gleichzeitig nahezu doppelt so viel Strom, als in der Überbauung verbraucht wird. 

 

2011

Im vergangenen Geschäftsjahr konnte die ADEV das gesamte Aktienkapital der Oeko-Wärme AG übernehmen. Damit wird sie zu einer 100-prozentigen Tochtergesellschaft der ADEV Energiegenossenschaft. Gleichzeitig hat der Verwaltungsrat entschlossen die Firma in ADEV Ökowärme AG umzubenennen. Anlässlich einer ausserordentlichen Generalversammlung im Februar 2011 haben die Aktionäre der ADEV Solarstrom AG eine ordentliche Kapitalerhöhung beschlossen für die Aufnahme der ehemaligen Kommanditisten der ADEV Solar KG als neue Aktionäre. Unter Anderem konnte die ADEV Solarstrom AG ihre erste komplett dachintegrierte Anlage auf einem alten Shedhangar in Betrieb nehmen. Im elsässischen Münster wurden nach Abschluss der Planungsarbeit für das 400 kW-Wasserkraftwerk Hammer die Bauarbeiten aufgenommen. Rechtzeitig zur Heizsaison konnten zwei neue Holzwärmeverbunde realisiert werden.

 

2010

Die ADEV Energiegenossenschaft feiert ihr 25 Jahr Jubiläum in Anwesenheit von Bundesrat Moritz Leuenberger. In Muttenz erstellt die ADEV Solarstrom AG die grösste PV-Anlage des Kantons  Baselland mit einer Nennleistung von 452 kWp. Gleichzeitig legt sie ihre erste Anleihensobligation mit einer Laufzeit von 8 Jahren auf.  Das erste sanierte Kleinwasser-Kraftwerke in Munster geht in Betrieb. Das VR-Präsidium in der ADEV Energiegenossenschaft und in der ADEV Wasserkraftwerk AG wird von Eric Nussbaumer übernommen. Die Euro-Schwäche wirkt sich negativ auf das Betriebsergebnis aus. Die ADEV-Gruppe produzierte 23.5 Millionen Kilowattstunden elektrische Energie.

 

2009

Das grösste Projekt das ADEV Gruppe, der erste Bürgerwindpark der Schweiz und gleichzeitig der erste Windpark des Kanton Jura, wird im Herbst in Betrieb genommen. 2 Windanlagen mit je 2 MW werden pro Jahr nun 7 Mio. kWh erneuerbaren Strom ernten, genug für rund 2'000 Haushalte. Der Schritt nach Frankreich wird umgesetzt mit der Gründung der ADEV Force Hydraulique SAS als 100% Tochter der ADEV Wasserkraftwerk AG. 3 alte Wasserkraftwerkstandorte werden in Münster (F) erworben. Die alten Kraftwerke werden in den nächsten 2 Jahren saniert und erneuert. Im Solarbereich konnten 2 Anlagen mit total 150 kW in Betrieb genommen werden und im Wärmebereich konnte die Ausschreibung für 2 Holzwärmeanlagen für die Gemeinden Arlesheim und Muttenz gewonnen werden. Beide Anlagen sollen 2011 in Betrieb gehen. Eric Nussbaumer verlässt die ADEV nach 22 Jahren und Marianne Homberger geht nach 20 Jahren bei der ADEV in Pension.

 

2008

Im Rahmen der neuen Kostendeckenden Einspeisevergütung können die ersten 2 Solarstromanlagen Ryser, Oberwil und Bachsäge, Diegten mit total 280 kWp gebaut werden. Weitere Solarstromanlagen wurden in Basel und in Ravensburg mit total knapp 100 kWp installiert. Für den Bürgerwindpark St. Brais wurde die Ausführungsplanung abgeschlossen. Im Wasserkraftwerkbereich wurde eine Projektentwicklung für den Erwerb von 3 Wasserkraftwerkstandorten in Frankreich vorangetrieben. Im Bereich Wärmekraftcontracting konnte die grösste Anlage Walzwerk mit dem neuen BHKW erfolgreich in Betrieb genommen werden. In Sissach liefert die ADEV eine Uebergeordnete Steuerung inkl. Schaltschrank und übernimmt im Rahmen eines Betriebsführungscontracting den Betrieb der neuen Holzschnitzelanlage. Ab 1.Februar 2008 übernimmt Andreas Appenzeller den Vorsitz der Geschäftsleitung. Eine neue Arbeitsstelle für die Leitung Betrieb wird geschaffen.

 

2007

Die Bundesversammlung beschliesst das Stromversorgungsgesetz. Gleichzeitig wird mit dem revidierten Energiegesetz erstmals eine schweizweite kostendeckende Einspeisevergütung für Strom aus Erneuerbaren Energien eingeführt. Die ADEV Windkraft AG platziert erfolgreich 3,8 Mio. Franken neues Aktienkapital und schafft damit die Basis für die Realisierung des ersten Bürger-Windparks in der Schweiz. Im Geschäftsfeld Wärmecontracting wird für das Walzwerk-Areal in Münchenstein eine Wärmeversorgung mit Blockheizkraftwerk aufgebaut. Im solothurnischen Nuglar wird ein Wärmeverbund mit Holzschnitzelfeuerung in Betrieb genommen. Das Kleinwasserkraftwerk Juramill erfährt am 9. August einen erheblichen Hochwasserschaden und geht erst im Dezember 2007 wieder in Betrieb. In Liestal wird auf dem Dach der neuen Heilpädagogischen Schule eine 35 kWp-Solarstromanlage realisiert. Jürg Bitterli tritt aus dem Vorstand der ADEV Energiegenossenschaft zurück. Neu wird Karl Viridén aus Zürich in den Vorstand gewählt. Geschäftsleiter Eric Nussbaumer schafft am 21. Oktober den Sprung in den Nationalrat.

 

2006

In Hasle-Rüegsau baut die ADEV einen Wämeverbund mit einer Holzschnitzelfeuerung auf. Ein markantes Wachstum verzeichnet die ADEV Solarstrom AG, welche über 500 kWp neue PV-Anlagen in Betrieb nimmt und ihr Aktienkapital auf rund 8,0 Mio. Franken erhöht. Das 4 Megawatt grosse ADEV-Windprojekt im jurassischen Saint Brais wird im Rahmen eines kommunalen Spezialzonenplanes genehmigt. Der Wärmeverbund Sunnefäld in Aesch BL wird ausgebaut. In Wetzikon im Kanton Zürich übernimmt die ADEV Energiegenossenschaft mit einem Pachtvertrag die Betriebsführung von drei Kleinwasserkraftwerken. In Bülach wird der ADEV ein Betriebsführungsmandat für die Heizanlage einer Wohnüberbauung übertragen.

 

2005

Die ADEV feiert ihren 20. Geburtstag mit 294 GenossenschafterInnen und über 1000 Aktionärinnen und Aktionären der Tochtergesellschaften. Aus Anlass dieses Jubiläums zeigt sie im Juni in der Berufsfachschule Liestal die Umweltausstellung „Energie@home“. Mitte Jahr bezieht die ADEV neue Büroräume an der Kasernenstrasse in Liestal.
Die ADEV-Gruppe hat erstmals über 1000 kWp Solarstromleistung am Stromnetz.

 

2004

Die KW Luterbach AG fusioniert per 1.1.2004 mit der ADEV Wasserkraftwerk AG. Die Erneuerungsarbeiten für das Wasserkraftwerk Emmenau in Hasle werden angefangen. Die ADEV Solarstrom AG baut ihren Anlagenpark weiter auf 745 kWp aus. Sie gründet in Deutschland eine Tochtergesellschaft, um im Umfeld der verbesserten Rahmenbedingungen für Erneuerbare Energien investieren zu können. In den Vorstand der ADEV Energiegenossenschaft wird mit Anna Vettori, Zürich, erstmals eine Frau gewählt. Ein Wärme-Contracting-Projekt mit Holzpellets wird vertraglich abgeschlossen. Der Strom-Produktionsmix der ADEV-Gruppe lautet: 5% Solarstrom, 25% Windstrom, 55% Wasserkraftstrom, 15% Strom aus Blockheizkraftwerken. Mehr als 16 Millionen Kilowattstunden werden produziert, Strom für mehr als 4’500 Haushalte oder rund 15'000 Personen. In der ADEV sind 11 Personen in Teilzeitanstellungen (inkl. Anlagewarte im Nebenamt) tätig.

 

2003

Die ADEV-Gruppe produziert mit ihren Kraftwerken 14,3 Millionen Kilowattstunden, was dem privaten Stromverbrauch von 13’500 Personen entspricht. Die ADEV Windkraft AG beteiligt sich mit 27% an einem Windpark in Vettweiss (D) in der Kölner Bucht. Die Produktionserträge im Windkraftwerk Ettenheim sind ungenügend. Es muss eine Sonderabschreibung und eine Bilanzsanierung in der ADEV Windkraft AG durchgeführt werden. ADEV Wasserkraftwerk AG und ADEV Solarstrom AG steigern ihren Jahresgewinn.

 

2002

Die Kleinwasserkraftwerke Juramill und Gattikonerbrücke und die Windkraftanlagen Grenchenberg und Ettenheim werden im Juni mit dem international anerkannten Ökostromlabel naturemade star zertifiziert. Die ADEV Energiegenossenschaft lanciert ihr neues Ökostromprodukt in der Produktelinie ökostrom authentic. Die Solarstromanlage St. Jakob Park wird mit dem Schweizer Solarpreis ausgezeichnet. 
Die ADEV Wasserkraftwerk AG erwirbt ein weiteres Kleinwasserkraftwerk in Hasle-Rüegsau im Kanton Bern.

 

2001

Die ADEV Solarstrom AG realisiert auf dem Dach des neuen Fussballstadions St. Jakob Park in Basel die bisher grösste Stadion-Solarstromanlage mit einer Leistung von 150 kWp. Gesamthaft wächst die ADEV Solarstrom AG um 360 kWp. Das Aktienkapital wird dazu weiter erhöht. In Luterbach wird das Kleinwasserkraftwerk komplett erneuert, die ADEV Wasserkraftwerk übernimmt zu 100% die Projektgesellschaft KW Luterbach AG. Die Ökowärme AG realisiert eine Contractinglösung mit einem BHKW in einem Hotelleriebetrieb.

 

2000

Die ADEV Windkraft AG errichtet ein Windkraftwerk der Megawattklasse im süddeutschen Ettenheim und erhöht ihr Aktien-Kapital auf 1,0 Mio. Franken. Trotz positiven Windmessungen in der Schweiz können die Projektentwicklungen noch nicht zum Erfolg geführt werden, da raumplanerische Hemmnisse bestehen. Die Generalversammlung der Arbeitsgemeinschaft für dezentrale Energieversorgung ADEV stimmt der Umbenennung der Genossenschaft auf ADEV Energiegenossenschaft zu. Unter Berücksichtigung aller Unternehmen in der ADEV-Gruppe resultiert bereits eine Stromproduktion von über 10 Millionen Kilowattstunden.

Die ADEV-Geschäftsstelle entscheidet sich für ein Solarstromabo bei den Industriellen Werken Basel (IWB). Das Solarstrommodell Basel wird von der ADEV positiv unterstützt.

Die wichtige energiepolitische Weichenstellung im September wird mit Bedauern zur Kenntnis genommen. Solarinitiative und Förderabgabegesetz werden vom Schweizer Stimmvolk abgelehnt.

 

1999

Auf einem der Perrondächer des Hauptbahnhofs Zürich erstellt die ADEV Solarstrom AG ihr erstes Projekt. Die Tochtergesellschaft findet auch bei der ersten öffentlichen Kapitalerhöhung einen guten Zuspruch und verfügt dank den 390 Aktionärinnen und Aktionären über 2 Millionen Franken Aktienkapital. Zum Jahresende wird die ADEV Windkraft AG gegründet, sie übernimmt von der ADEV Genossenschaft das Windkraftwerk auf dem Grenchenberg.

 

1998

Die ADEV Solarstrom AG wird gegründet. Sie will innert fünf Jahren eine Anlagenleistung von 500 kWp realisieren. Die ADEV Energiegenossenschaft hält 34% der Stimmen. In der ADEV-Gruppe werden in diesem Jahr gesamthaft bereits 4,8 Millionen Kilowattstunden produziert. Die ADEV Wasserkraftwerk AG nimmt ein weiteres Kleinwasserkraftwerk (Gattikonerbrücke) an der Sihl in Langnau a. A. in Betrieb. Für die Erneuerung eines Kleinwasserkraftwerks an der Emme beteiligt sich die ADEV Wasserkraftwerk AG zu 50% an der Projektgesellschaft KW Luterbach AG. Anlässlich der Generalversammlung lädt die ADEV zur Fachtagung „Grüner Strom“ nach Kaiseraugst ein und stösst damit auf eine sehr gute Publikumsresonanz. Nach dem Tod von Werner Traber übernimmt Dr. Rudolf Rechsteiner, Basel, das Präsidium der ADEV.

 

1997

Die ADEV Solar KG, eine neu gegründete Personengesellschaft, schliesst mit dem Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (EWZ) einen ersten Vertrag über die Erstellung und den Betrieb einer Gross-Photovoltaikanlage ab. Der Strom wird zu kostendeckenden Tarifen verkauft.
Die ADEV Wasserkraftwerk AG nimmt am 21. März das erneuerte Kleinwasserkraftwerk an der Birs erfolgreich in Betrieb.

 

1996

SP-Nationalrat Theo Meyer tritt nach zehn Jahren als ADEV-Präsident zurück. Als Nachfolger wird Prof. Werner Traber, Muttenz, gewählt. Die ADEV veranstaltet in Basel ein Seminar zum Thema "Brennstoffzelle - Verheissungsvolle Energiezukunft".
Die ADEV Wasserkraftwerk AG baut an einem bestehenden Wehr in der Birs in Laufen das Kleinwasserkraftwerk Juramill mit 350 kW Leistung für 3,5 Millionen Franken.
Im Streitfall um gesetzeskonforme Rückliefertarife für BHKW’s im Kanton Basel-Landschaft kann mit den Energieversorgern eine aussergerichtliche Einigung erzielt werden. Ein abgestuftes Tarifmodell, welches den kleineren Blockheizkraftwerken eine verbessserte Regelung bringt, wird umgesetzt.

 

 1995

Die ADEV feiert ihr 10-jähriges Jubiläum. Sie hat bereits mehr als 20 dezentrale Energieanlagen als Betreibergesellschaft realisiert. Die Photovoltaikanlagen produzieren über 62 MWh Solarstrom, was erneut einer Steigerung von 20% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Erstmals öffnet die ADEV ihre Tochtergesellschaft ADEV Wasserkraftwerk AG für die Bürgerbeteiligung. 75 neue Aktionärinnen und Aktionäre stossen dazu.

Mit der EBM und EBL werden Vergleichsverhandlungen über den gestezeskonformen Rückliefertarif geführt. In der Wohnüberbauung Gempenring wird ein Klein-BHKW in Betrieb genommen. Die ADEV präsentiert ihre Erfahrungen mit dem Anlagencontracting an der schweizerischen Tagung „Energie-Contracting“. Für die Realisierung von Holzschnitzelprojekten gründet die ADEV mit zwei Partnern die Öko-Wärme AG.

 

1994

Die erste Tochtergesellschaft der Arbeitsgemeinschaft für dezentrale Energieversorgung ADEV wird mit der ADEV Wasserkraft AG gegründet. Die ADEV hält 48% der Stimmen.

Die ADEV nimmt als Eigentümerin die grösste Windkraftanlage der Schweiz auf dem Grenchenberg mit 150 kW in Betrieb Hauptabnehmer des Windstromes ist der WWF Schweiz, der mit seinem Engagement den Betrieb der Anlage ermöglicht. Die ADEV erhält zudem in diesem Jahr den Europäischen Solarpreis und lädt anlässlich ihrer Generalversammlung zum Seminar „Wettbewerb in der Energieversorgung“ ein. Wärmezentralen mit Contracting-Verträgen werden in Liestal und in Pratteln in Betrieb genommen.

 

1993

Da die Rückliefertarife der EBM und EBL für Strom aus Blockheizkraftwerken nicht dem §13 des kantonalen Energiegesetzes entsprechen, bleibt der ADEV nichts anderes übrig, als den Regierungsrat am 17. Juni um Festlegung der Rückliefertarife zu ersuchen. 
Am 21. Dezember weist der Regierungsrat die EBM und EBL an, für die Übernahme von überschüssiger elektrischer Energie aus nicht erneuerbaren Energieträgern gesetzeskonforme Vergütungen festzulegen und zwar rückwirkend auf den 1. Juli 1993. Die noch zulässige minimale Vergütungshöhe wird mit 14.55 Rp./kWh festgelegt. Sowohl EBM/EBL wie auch die ADEV reichen beim Verwaltungsgericht Beschwerde ein.

In Solothurn vergibt die Arbeitsgemeinschaft "Solar 91" in Anwesenheit von Bundesrat Jean-Pascal Delamuraz den Schweizer Solarpreis. Zu den Preisträgern gehört auch die ADEV. In der Kategorie "Persönlichkeiten und Institutionen" wird sie als vorbildliche Sonnen-Energieförderin ausgezeichnet.

Die ADEV veranstaltet ein Seminar zum Thema "Least-Cost Planning". Die letzten mit Spendengeldern finanzierten Gemeinschafts-Photovoltaikanlagen auf dem Schulhaus in Magden und in Zürich werden in Betrieb genommen. Für die Metron Haus AG erstellt die ADEV eine fassadenintegrierte PV-Anlage und verkauft den Strom kostendeckend an die Liegenschaftseigentümerin.

 

1992

Am 1. Januar tritt im Kanton Basel-Landschaft das neue Energiegesetz in Kraft, welches aufgrund der Energiesparinitiative aus dem Jahre 1987 überarbeitet wurde. Es bringt verbesserte Einspeisebedingungen für dezentral produzierten Strom.
Die ADEV erachtet die von der EBM und EBL einseitig festgelegten Rückliefertarife ("Fördertarife") als zu tief und nicht gesetzeskonform und fordert als Minimallösung eine Anpassung an die Empfehlungen der Infras-Studie (13.9 Rp./kWh. Mittelpreis). Am 21. Dezember erlässt der Bund, gestützt auf der Energienutzungsverordnung, seine Empfehlungen für Rückliefertarife . Die EBM und EBL erhöhen den Rückliefertarif für dezentral erzeugten Strom aus erneuerbarer Energie auf die vom Bund empfohlene Höhe von 16 Rappen pro kWh, belassen aber den Tarif für nicht erneuerbaren Strom unverändert auf 12,7 Rp./kWh.
In Einsiedeln wird die Photovoltaikanlage auf dem Jugend- und Bildungszentrum mit 9 kWp in Betrieb genommen, in Arlesheim wird im Kinderheim Sonnenhof ein weiteres Blockheizkraftwerk realisiert.

 

1991

Ein Viertel der Preissumme des 1991 mit insgesamt 40’000 Franken dotierten Prix Toni der Stiftung "Händ Sorg zur Umwält" geht an die ADEV für ihr Projekt "Solar Park and Ride für Solarmobile" wegen des besonderen Pioniercharakters. In der Kläranlage in Füllinsdorf installiert und betreibt die ADEV ein weiteres Blockheizkraftwerk.

 

1990

Die mit Spenden finanzierten Photovoltaikanlagen auf dem Hofgut Outremont bei Montmelon (29 kWp) und auf dem Dach des Felix-Platter Spitals in Basel (9kWp) werden in Betrieb genommen. Die Gesamtleistung der ADEV-Photovoltaikanlagen beträgt bereits 60 kWp. Die grösste Anlage der Schweiz hat eine Leistung von 100 kWp. Erfreut nimmt der Genossenschaftsvorstand das Ergebnis der eidgenössischen Volksabstimmung über den Energieartikel und der Baustopp-Initiative für Atomkraftwerke (Moratorium) zur Kenntnis.

 

1989

Die ADEV produziert erstmals über eine Million Kilowattstunden Strom. Am Bahnhof Liestal wird im März die weltweit erste Park and Ride- Anlage für Mini-Elektromobile eröffnet. Dafür werden acht Parkplätze für das "Stromtanken" mittels einer Solarzellenanlage ausgerüstet. Zusammen mit dem Förderverein SOLENAR kann rechtzeitig auf die Tour de Sol 89 die 9 Kilowatt-Gemeinschaftsanlage auf dem Dach des Güterschuppens des Bahnhofs Rheinfelden in Betrieb genommen werden.
In zwei bestehenden Mehrfamilienhäusern in Muttenz übernimmt die ADEV als Trägerschaftsorganisation die Installation und den Betrieb der Heizzentrale mit BHKW.

 

1988

Die erste Gemeinschafts-Solarstromanlage der ADEV wird auf dem Dach des Fraumattschulhaus in Liestal in Betrieb genommen. Für diese Anlage wird die ADEV vom WWF Schweiz mit dem Netzverbund-Preis geehrt. Eric Nussbaumer-Wälti tritt die Stelle als Geschäftsführer an, die ADEV bezieht an der Oristalstrasse in Liestal eigene Büroräume und nimmt weitere Blockheizkraftwerke (Sunnefäld, Oristal, Stettbrunnen, Chocolat-Fabrik) in Betrieb.

 

1987

Das erste mit Erdgas betriebene BHKW der ADEV wird in einem Mehrfamilienhaus an der Rührbergstrasse in Muttenz in Betrieb genommen. Der produzierte Strom wird ins öffentliche Netz eingespiesen, die produzierte Wärme an die BewohnerInnen verkauft.
In Zürich führt die ADEV eine Fachtagung zum Thema „Schadstoffbelastung durch Wärme-Kraft-Kopplung“ durch. Das Präsidium geht an Theo Meyer, Muttenz, über.

 

1986

Die ADEV gewährt ein Finanzierungsdarlehen an die Windkraftanlage Sool im Baselbieter Jura. Am 4. November stellt die ADEV ihr erstes grösseres Projekt der Öffentlichkeit vor. Die ADEV betreibt in eigener Regie in der Kläranlage Sissach ein Blockheizkraftwerk (BHKW) mit 36 kW elektrischer Leistung und „verstromt“ das bis anhin abgefakelte Klärgas. Die Geschäftsführung übernimmt Jürg Weilenmann.

 

1985

Die Arbeitsgemeinschaft für dezentrale Energieversorgung ADEV wird am 18. April in Liestal unter Anwesenheit von 28 Gründungsmitgliedern gegründet. Sie will als Finanzierungsgenossenschaft sowohl durch Vermittlung von günstigen Darlehen, als auch durch den Betrieb von Anlagen in eigener Regie zeigen, wie ein Teil unseres Energiebedarfs aus dezentralen, umweltfreundlichen Anlagen gedeckt werden kann. Mit möglichst grosser Beteiligung der Bevölkerung sollen dezentrale Energieproduktionsanlagen mit dem Versorgungsnetz der Elektras verbunden werden. Zum ersten Präsidenten wird Dr. W Bierter gewählt. Die Geschäftsführung besorgt Robert Horbaty.